Einleitung

Vermutlich unbestreitbar ist, dass es grundlegend für den Übersetzer ist, die Bedeutung von Wörtern in einer anderen Sprache zu kennen. Übersetzer werden kaum bestreiten, dass es ohne Kontext oft unmöglich ist, die Bedeutung eines Wortes in einer anderen Sprache zu kennen.

Es gibt dutzende von Beispielen, aber nehmen wir doch das deutsche Wort „Bremse“. Im Englischen kann es mit „brakes“ oder mit „horse-fly“ übersetzt werden; in der Tat ein nicht ganz kleiner Unterschied. Zugegeben, das Beispiel ist sehr einfach gewählt, aber kommen wir nun zu einem anderen. Das deutsche Wort „Tempomat“ wird meist für „cruise control“ verwendet, ist aber ein Warenzeichen von Mercedes-Benz. Es wäre also kaum ratsam, dieses Wort bei einem anderen Hersteller zu verwenden. Diese beiden Beispiele zeigen, dass der Kontext sich nur auf das Fachgebiet bezieht, sondern eine Vielzahl von Attributen eines Terms einschließen kann.

Kurz gesagt, je mehr Attribute man innerhalb eines Terms zur Verfügung stellt, desto einfacher fällt die Entscheidung, welche Übersetzung korrekt ist. Im ersten Teil dieser Reihe möchte ich anhand der obigen Beispiele zeigen, wie man mit crossTerm Attribute verwendet, um so einen Eintrag oder Term genauer zu bestimmen.

Terminologie in crossTerm

Die Standardeinstellungen von Across geben zwei Arten der Klassifizierung vor: Fachgebiet und Relation. Das Fachgebiet kann alles von „Mode“ bis „IT“ sein, wohingegen sich die Relation auf einen bestimmten Kunden oder ein Produkt beziehen kann. Da Theorie ziemlich langweilig sein kann, wollen wir doch direkt einmal in die Praxis einsteigen und aus den obigen Beispielen Einträge erstellen. Bevor wir diese Einträge erstellen können, benötigen wir die Fachgebiete „Biologie“ und „Technik“ (alternativ auch „Technik – KFZ“ als Untergebiet von „Technik“), sowie die Relation „Mercedes-Benz“ (zur Erstellung dieser Werte, siehe Across-Benutzerhandbuch).

Erster Satz Einträge: Bremse und die englischen Übersetzungen

Der erste Teil ist ziemlich einfach. Der erste Eintrag hat das Fachgebiet „Biologie“ und enthält den deutschen Term Bremse (Fachgebiet: Biologie) sowie den englischen Term horse-fly (Fachgebiet: Biologie). Der zweite Eintrag hat das Fachgebiet „Technik“ und enthält den deutschen Term Bremse (Fachgebiet: Technik) sowie den englischen Term brakes (Fachgebiet: Technik).

Beim Anlegen des zweiten Eintrags mit dem Term Bremse wird Across unter Umständen nachfragen, ob die beiden Einträge verschmolzen werden sollen. Das verneinen wir natürlich, da die Einträge semantisch nichts miteinander zu tun haben.

Zweiter Satz Einträge: cruise control und die deutschen Übersetzungen

An dieser Stelle wird es ein bisschen kniffliger, denn mehrere Szenarien müssen bedacht werden. Die gute Nachricht zuerst: wir benötigen natürlich nur einen Eintrag mit dem Fachgebiet „Technik“. Eine Relation wird an dieser Stelle nicht gesetzt, denn die Funktion „automatisch die Geschwindigkeit halten“ ist per se mit keinem Hersteller verknüpft. Zuerst werden wir den englischen Term cruise control (Fachgebiet: Technik) sowie die deutschen Termini Geschwindigkeitsregelanlage (Fachgebiet: Technik) und Tempomat (Fachgebiet: Technik; Relation: Mercedes-Benz) hinzufügen.

Möchte man es jetzt noch ein bisschen genauer machen, dann erstellt man einen weiteren deutschen Term Tempomat (Fachgebiet: Technik) und gibt diesem die Verwendung: Unwort. Falls nun jemand durch Einträge schaut ist völlig klar, dass Tempomat in der Relation Mercedes-Benz eine korrekte Übersetzung, ohne Relation aber ein Unwort ist.

Ein Ausblick auf Teil 2

In Teil 2 dieser Reihe werde ich erklären, wie man mit Hilfe von Attributen und der Filterfunktion die Vokabelsuche in crossDesk verbessern kann. Wie immer gilt natürlich, dass bei Fragen gerne die Kommentarfunktion genutzt werden kann. Ich werde dann versuchen, so schnell wie möglich zu antworten.