Einer meiner persönlichen Favoriten unter den YouTube-Videos ist bis heute Clip 6: Simplify von Rolf Hichert. Lustig und informativ ist es allemal, aber am Ende bleibt natürlich die Frage, wie man solche Diagramme in der Praxis effizient erstellen kann. Meine Prämisse war wie immer, auf die Verwendung von VB zu verzichten.

Das Ziel war die Erstellung eines Diagramms im folgenden Stil:

Diagramm im IBCS-Stil

Dargestellt werden sollten die letzten 5 KW, dazu die aktuelle und die folgende KW, jeweils klar erkennbar am Stil. Ins Rennen gegangen bin ich mit zwei verschiedenen Pivot-Diagramm; das eine erstellt über PowerPivot und das andere über den Standardweg.

Die dazugehörige Datei kann und sollte hier heruntergeladen werden: verkäufe.xlsx

Der Reiter „Daten“ enthält die aktuelle Datengrundlage beider Diagramme, der Reiter „Daten (neu)“ enthält die Daten, mit denen wir unsere Diagramme aktualisieren wollen.

Ich lade nun jeden dazu ein, die neuen Daten zu kopieren, diese in die alte Tabelle einzufügen und dann einen beherzten Klick auf  „Daten > alle aktualisieren“ zu wagen. Daraufhin sollten sich die Diagramme wie folgt verändern.

Der Unterschied ist ein kleiner Trick, der nur bei einem Blick unter die Haube auffällt. Das Standarddiagramm besteht aus einer Berechnung, weshalb die Formatierung bei allen Balken gleich ist. Das PowerPivot-Diagramm besteht aus drei Berechnungen, weshalb die Formatierung sich auch individuell anpassen lässt. Ein Klick auf „PowerPivot > Verwalten“ zeigt, wie es funktioniert. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft haben jeweils eine eigene Berechnung und weil diese per se keine überschneidenden Zeiträume haben können, wirken sie im Diagramm wie aus einem Guss. Einziger Nachteil: die Legende sollte man tunlichst ausblenden.

Verkäufe (vergangen) :=CALCULATE(SUM('verkäufe'[Verkäufe]);'verkäufe'[KWdiff]<0)
Verkäufe (aktuell) :=CALCULATE(SUM('verkäufe'[Verkäufe]);'verkäufe'[KWdiff]=0)
Verkäufe (Prognose) :=CALCULATE(SUM('verkäufe'[Verkäufe]);'verkäufe'[KWdiff]>0)

Im Prinzip also ganz einfach und noch viel praktischer, wenn die Daten automatisiert von einer anderen Datenquelle gezogen werden. Fairerweise muss man natürlich dazusagen, dass sich die Standardlösung optimieren lässt, indem man zum Beispiel das Design als Vorlage speichert und dann nach jeder Aktualisierung wieder überstülpt, aber ganze so bequem wie die PowerPivot-Variante wird es dadurch trotzdem nicht.

Ich will auch nicht ausschließen, dass ich andere Methoden außen vor gelassen habe, von daher gerne kommentieren, falls es noch andere Möglichkeiten gibt, die das Leben erleichtern.